Folge 09: Antonia: Betheljahr im Praxisbereich Psychiatrie

Shownotes

In dieser Folge des Betheljahr Podcasts begrüßt Host Ruben die 18-jährige Antonia, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (Betheljahr) in einer psychiatrischen Einrichtung, dem Haus Leontes, absolviert. Die Episode widmet sich dem Alltag, den Herausforderungen und den besonderen Momenten der Arbeit mit psychisch erkrankten Erwachsenen, wobei Antonia ihre persönlichen Erfahrungen und Einblicke als Freiwillige teilt.

Zu den Höhepunkten der Episode zählen Antonias authentische Schilderungen von besonderen Momenten mit Klient:innen, etwa wenn sie für ihre Zeit und Aufmerksamkeit wertgeschätzt wird, sowie ihre reflektierten Einblicke in den Umgang mit psychischen Erkrankungen und die Bedeutung von Empathie und Abgrenzung. Besonders eindrucksvoll sind ihre Beobachtungen zur Überwindung von Vorurteilen und zur persönlichen Entwicklung durch die Arbeit in der Psychiatrie, ebenso wie die Entscheidung, nach dem Freiwilligenjahr eine Ausbildung im sozialen Bereich zu beginnen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Dann manchmal sagt sie so, ja setz dich doch und dann setze ich mir einfach zu ihr.

00:00:04: Und das sind immer super schöne Momente.

00:00:07: Wenn einem rückgemeldet wird wie toll es ist, dass man da ist und mit denen Zeit verbringen kann.

00:00:16: Dass sich den zuhören kann, ist das einfach

00:00:20: super schön!

00:00:22: Jetzt ist deine Zeit.

00:00:23: der Beteljahr Podcast von Freiwilligen für Freiwilliger.

00:00:28: Hallo zu einer weiteren Folge vom Beteljahr Podcast.

00:00:30: Jetzt ist deine Zeit, ich bin Ruben und heute geht es um das Thema psychiatrische Einrichtungen.

00:00:36: Dafür habe ich ein Beteljar-Zugast die in ebenso einer Einrichtung arbeitet aktuell aber sich auch sonst ganz gut mit dem Thema auskennt.

00:00:43: mal schauen was sie zu berichten hat.

00:00:45: Herzlich willkommen, Antonia.

00:00:47: Schön, dass du da bist und die Zeit gefunden hast.

00:00:50: Magst du dich kurz vorstellen, wie alt du bist?

00:00:55: Ich bin Antonia, ich bin achtzehn Jahre alt.

00:00:57: Ich mache aktuell mein BTA am Haus Leontis.

00:00:59: Das ist eine Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischer Erkrankungen.

00:01:04: Da begleite ich die Menschen im Alltag, die wohnen bei uns ... In dem Sinne normal.

00:01:11: Und begleite ich die bei Arzttermin einkaufen und wir machen was Nettes zusammen, ich gehe auf die Leute zufragen ob sie irgendwas machen wollen spielen, spazieren gehen oder so einfach alltägliche Sachen um wieder ins quasi normale Leben zu finden.

00:01:25: das ist so der das Ziel bei uns.

00:01:29: Du hast schon gesagt, du arbeitest in einer psychiatrischen Einrichtung.

00:01:32: Das soll auch heute ein bisschen der Themenschwerpunkt sein.

00:01:36: Es geht darum wie das Beteljahr in einem psychiatrischem Bereich aussehen kann und was Herausforderungen sind und wie man überhaupt darauf kommt.

00:01:47: Wie bist du, Antonia, darauf gekommen deinem Beteljar in einer psychatrischen Anrichtung zu machen?

00:01:53: Tatsächlich überhaupt auf das Beteler bin ich mehr so draufgekommen dass sich... gar kein Plan hatte so richtig, was ich nach dem Abitur machen soll.

00:02:01: Und dann war ich halt immer so ein bisschen da, spielte ja auch mal so einen gewissen Druck hinter, dass man einfach gucken muss okay, ähm ... Ja, was mach' ich jetzt?

00:02:08: Ich muss mich irgendwo bewerben, wo geht's hin und so.

00:02:12: Dann hab ich mich, äh quasi per Zufall habe ich noch mal diese Werbung fürs BTA gesehen Doch, das ist eigentlich gar nicht so eine schlechte Idee.

00:02:22: Und dann habe ich mich da beworben und ich habe mich tatsächlich erst auf Jugendhilfe beworgen weil ich dachte so arbeiten mit so jugendlichen oder Kindern fand ich irgendwie sehr ansprechend und dann wurde ich aber erstmal überhaupt Bewerbungsgespräch war sich hier in die Freiwilligen-Agentur eingeladen und dann hieß es halt so, ja ist leider schon voll.

00:02:44: Und dann waren diese aber die und die Bereiche gibts auch und da gab's eben das Angebot mit Haus Leontes also psychiatrischer Bereich erwachsene Menschen und ich war irgendwie voll anders als was ich wollte, aber er hat sich voll interessant an, weil ich so Psychologie und überhaupt... Arbeiten mit Menschen also an sich auch super interessant finde.

00:03:07: und dann dachte ich so warum nicht?

00:03:09: Und dann ging es ja erst mal quasi daran, dass man da hospitiert.

00:03:13: Da wurde man quasi eingeladen und so und dann war ich vor Ort Mal so einen Tag bin er so mit gelaufen mit dem bitte ja was da noch da war und Die hat mir alles gezeigt uns so ein bisschen wie die arbeiter ist und irgendwie fand Ich das super spannend und irgendwie auch richtig schön aufgebaut.

00:03:33: Und dann hab ich mich eigentlich so zack, zack dafür entschieden.

00:03:37: Dann bin ich da gelandet und bin richtig zufrieden damit.

00:03:42: Du hattest vorher schon einen Vorinteresse an sich am Psychologie?

00:03:47: Ja genau.

00:03:47: Das war auch jetzt, wo du gerade drin bist wichtig, dass du einen Vor- oder Interesse daran hattst?

00:03:54: Ja schon!

00:03:55: Also ich denke mal... muss ich nicht jetzt mit einem auskennen, aber es ist einfach so ein gewisses Interesse daran überhaupt an den Menschen.

00:04:04: Mit denen zu arbeiten diese Geduld zu haben für Menschen, Menschen zuzuhören und auch einfach zu erfahren die Menschen sind nicht ohne Grund in der Situation In der Lage in der sie sind und so.

00:04:17: Das fand ich einfach super super interessant und ich denke so ein gewisses Vorinteresse ist da einfach wichtig, dass du dich auch einfach darauf einlässt auf die Menschen und auf die Arbeit weil es halt ja auch teilweise anspruchsvoll natürlich.

00:04:34: Auf jeden Fall das glaube ich.

00:04:35: was sind das für Klienten mit denen du jetzt in deiner Einsatzstelle spezifisch arbeitest?

00:04:41: Also das sind eben Erwachsene, jedes Altersgeschlechts und so weiter.

00:04:46: Und die meisten sind wie gesagt psychisch erkrankt, psychisch vorbelastet.

00:04:54: Bei uns ist sehr viel der Schwerpunkt auf Schizophrenie auf der Krankheit und so...

00:05:00: Magst du ganz kurz erklären was Schizophrenien ist?

00:05:01: Vielleicht eins oder zwei kurzen Sätzen wenn du es herbekommst für die, die nicht wissen, was eine Schizophreni ist!

00:05:05: Ja also ich kann's nicht so professionell sagen aber es ist sehr viele mit ... Warenvorstellungen.

00:05:15: So typisches, was man so typisch sagt ist dieses Stimmenhörern oder einfach quasi Verfolgungswahn und sowas.

00:05:26: Dementsprechend.

00:05:27: Ja, so will ich das ganz gut sagen!

00:05:28: Ich hoffe es ist ein bisschen... Also es ist so ein bisschen glaube ich was man oft so wenn man an psychische Erkrankung denkt.

00:05:36: Einfach diese so ein wenig woanders mit dem Kopf.

00:05:42: Und das ist so das Hauptklientee, was ihr im Haus lernt.

00:05:45: Wir haben ein, zwei Reise, ein bisschen Autismus auf und ein bisschen Borderline.

00:05:49: So gesagt, Stimmungsschwankungen.

00:05:57: Dies und das... Aber Schwerpunkt ist bei uns eigentlich Schizophrenie.

00:06:04: Das ist, glaube ich, ein ziemlich verantwortungsvolles Feld in dem du da arbeitest.

00:06:09: Das kann ich mir zumindest so vorstellen... Wie ist das für dich?

00:06:12: Hattest du am Anfang eine Anleitung die dich erst mal mit rein begleitet hat?

00:06:16: Weil ich glaube, du kommst ja wahrscheinlich auch direkt von der Schule.

00:06:18: Ja genau!

00:06:19: Wie war das?

00:06:21: Also ich habe super, super liebe Kollegen und Kolleginnen, die da natürlich alle sehr erfahren sind und schon jahrelang in diesem Bereich arbeiten immer für mich ein offenes Ohr gehabt, hab ich immer mitbegleitet und so gerade am Anfang alles gezeigt, alles erklärt.

00:06:38: Ich konnte die mit Fragen löchern und das war dann auch super wichtig und dass sie mir quasi gesagt haben, ich darf mir diesen Raum lassen, diesen Abstand lassen, ich muss nicht direkt mit allen Klienten vor Ort arbeiten oder so, sondern erst mal einen gewissen ... Abstand bewahren einfach, weil das sind ja Menschen.

00:07:01: Und jeder Mensch muss man erst mal kennenlernen und erst mal so ein bisschen wie TikTok der abchecken in dem Sinne.

00:07:13: Das war aber super spannender Prozess an sich, weil natürlich hat man irgendwie ... Wenn man gar nicht vorher in den Bereich war und so einen gewissen Respekt auf jeden Fall, aber auch vielleicht vor ... Vorurteile oder so.

00:07:30: Angst auch irgendwie, weil man gar nicht weiß was auf einen zukommt.

00:07:33: Gerade wenn man diese Krankheitsbilder hört und dann denkt man sich erst mal, ja was sind das für Menschen muss ich jetzt voll aufpassen?

00:07:43: Dann so mit der Zeit lernst du einfach jeden kennen.

00:07:46: Und von jedem einfach, was die gerne machen und wie deren Alltag ist... Mit manchen mache ich mehr, mit manchen weniger.

00:07:53: Die gestalten sich ja auch ihren Alltag, wie sie wollen.

00:07:57: Ich bin dann halt manchmal Teil davon und begleite die einfach.

00:08:00: Das ist super

00:08:03: cool!

00:08:04: Jetzt hast du schon ein bisschen den Aufgabenbereich gegeben?

00:08:07: Geschildert hast du auch am Anfang schon ganz kurz.

00:08:09: Magst du da vielleicht ein bisschen genauer drauf eingehen?

00:08:11: Was kann ein Beteljahr in einer psychiatrischen Einrichtung für Verantwortung übernehmen?

00:08:16: Ja,

00:08:16: also ich denke mal es ist ganz wichtig zu sagen dass so ein Betelljahr natürlich eine ganz andere Rolle hat wie jetzt irgendwie einen Auszubildenden oder ja schon quasi ausgebildet haben.

00:08:25: Ja, die Fachkraft halt!

00:08:28: Deswegen ist es auch wichtig für mich teilweise gut davon abgrenzen kann und darf auch einfach, dass sich nicht alle Aufgaben erledigen muss.

00:08:36: Und das wurde mir von Anfang an gesagt, wir werden immer Aufgaben angeboten.

00:08:41: Auch welche die mal so ein bisschen quasi... tiefer in die Materie gehen und wo ich dann so ein bisschen auch gucken kann, für mich Sachen auszuprobieren und so.

00:08:51: Und genau das ist halt super cool einfach mal Sachen zu machen, die jetzt nicht so typisch BTA sind und so.

00:08:58: aber an sich als BTA bin ich vor allem dazu da das zu machen was wofür die Fachkräfte meistens einem nicht so viel Zeit finden weil bei uns im Haus Normalerweise pro Schicht quasi so ein bis zwei Menschen da.

00:09:13: Und die verbringen natürlich sehr viel Zeit damit, Termine zu vereinbaren für die Leute, dass das quasi das Haus alles im Rechten ist und auch natürlich ultra, ultra, Ultra viel Zeit mit Dokumentationen und allen Medikamenten und alles, dass quasi alles so erledigt ist und jede Aufgabe alles quasi erledig ist.

00:09:34: Da ist dann natürlich nicht immer so viel Zeit... oder eigentlich gar keine Zeit mit jemandem mal wohin zu fahren, mal was Nettes zu machen.

00:09:42: Oder sich mal ein bisschen länger Zeit zu nehmen zu reden einfach miteinander.

00:09:46: und da bin ich halt dazu da dass ich wirklich mal sagen kann okay cool du hast Bock Eis essen zu fahren dann lass uns Eis essen fahren.

00:09:55: Genau, wir haben Mittwochs immer Einkaufsfahrten.

00:09:58: Dann geh ich mal mit ein paar einkaufen oder für manche gehe ich stellvertretend einkauen.

00:10:02: Das heißt, ich bekomme dann quasi von denen das Geld und dann hab' ich eine Einkaufsliste.

00:10:06: Und dann geh ich für die Einkaufen, dann nehme ich ein paar Leute mit, fahre ich mal zum Bulli, zum Aldi... ...und dann einfach so ein bisschen rauskommen oder wie gesagt so typische Sachen wie zum Arzttermin oder zu einem anderen Termin begleiten oder wirklich einfach mal spazieren gehen, Spiele spielen, basteln Kaffee trinken, ganz einfach.

00:10:26: Oder wenn die draußen eine Zigarette rauchen sich dazu zu setzen und mit denen über banale Themen zu reden, was man so ein bisschen von diesem Alltag ablenkt?

00:10:34: Wichtig!

00:10:35: Total wichtig.

00:10:36: Den Leuten ist ja ne Wohneinrichtung.

00:10:39: Denn auch ein bisschen Alltag und auch immer schönes in einer Einrichtungsleben hat bestimmt seine Schwierigkeiten.

00:10:48: Viele, die vorher aus einem normalen Leben kommen da rein... Ich stelle mir das total wichtig vor, dass es Leute gibt wie dich die dann jeden so ein bisschen Alltag und Freizeitspaß auch wieder mit da reinbringen.

00:11:02: Wie sieht dann so dein... Du kommst zur Arbeit und dann freut sich die Klienten erstmal, dass du da bist.

00:11:08: Wie läuft dein Tag so ab?

00:11:08: Ja doch!

00:11:09: Also ich komme da an und meistens wir haben so quasi vorne im Eingangsbereich mäßig so Bänke und dann oft sitzen da schon ein paar Leute und dann begrüßen sie mich immer voll in der Welt und dann gehe ich meistens erst mal ins Büro meine Sachen abladen, jetzt mal kurz eine Übergabe bekommen.

00:11:25: was ist überhaupt passiert in der Zeit wo ich nicht dabei war obwohl ich sagen muss als Betria bin ich ja fünf Tage die Woche gefühlt da, also vierzig Stunden so.

00:11:33: Deswegen bin ich das schon sehr oft manchmal länger als andere Kollegen, die dann eine etwas kürzere Stelle in dem Sinne haben.

00:11:41: Deswegen kriege ich schon sehr viel mit an sich aber es ist trotzdem immer gut noch zu hören was ging so in der Nacht ab oder so?

00:11:48: weil bei uns sind ja vielen zwei Stunden jemand vor Ort natürlich und Nee, deswegen erst mal ganz entspannt reinstarten.

00:11:56: Und oft wird mir dann auch gesagt so hey hast du Zeit und los heute mit dem Klienten das und das zu machen oder das muss erledigt werden?

00:12:02: Dann sage ich ja klar!

00:12:04: Und dann kann man das zeitlich einplanen.

00:12:07: Und dann gibt es halt so typische Sachen wie mittags.

00:12:10: Dann kriegen wir Essen von einer Bergküche.

00:12:12: Das muss dann halt an... an die Leute gebracht werden.

00:12:15: oder so Medi-Vergabe.

00:12:17: Zu den Leuten hingehen sie erinnern, an irgendwas Maniturklopfen zu fragen.

00:12:21: Hey, hast du Lust das und das zu machen?

00:12:22: Und so... Das ist der Alltag also sehr viel auch einfach!

00:12:29: offen dafür zu sein, auf die Leute zuzugehen und einfach mal zu fragen.

00:12:33: Und sie so ein bisschen zu locken auch irgendwie aus ihrem normalen Dasein so.

00:12:38: Und denen einfach mal so ein paar Möglichkeiten zu bieten auch einfach.

00:12:42: Und ganz häufig ist es aber wirklich so dass ich... bestimmte Leute haben, die wirklich immer Bock haben, irgendwas mit mir zu machen und mich dann auch einfach mal fragen.

00:12:51: Also es gibt so Leute, die da wirklich mehr

00:12:52: genießen?

00:12:53: Ja, die genießen das dann auch richtig und nehmen das quasi auch sehr wahr, dass ich da bin und freuen sich dann... Dass ich so die Zeit für die halt mir nehmen kann weil ich eben nicht wie die Fachkräfte den ganzen Tag damit beschäftigt bin Sachen einfach nur so quasi abzuhacken und das alles zu dokumentieren.

00:13:12: Sondern ich bin eigentlich sowieso ein freies Persönchen in diesem Haus, und das wird schon sehr geschätzt.

00:13:18: Wie viele Klienten habt ihr?

00:13:20: Wie viele klienten nehmen deine Dienste in Anspruch?

00:13:23: Also wir haben... ... so etwas über zwanzig, glaube ich, so zweinzwanzig dreizeitig Klienten und wir haben also das Haus ist quasi so aufgebaut.

00:13:31: Wir haben so vier Etagen... Und da sind so WGs,

00:13:35: d.h.,

00:13:35: sie haben ein gemeinsames Wohnzimmer, Küche- und Badezimmer,... ...und dann sind da eben immer so ja fünf, sechs Zimmer auf einer Etage und es ist wirklich auch komplett gemischt und so.

00:13:48: Genau, dann haben wir noch einen Außenwg.

00:13:50: Da wohnen derzeit zwei Leute eben drin und es ist noch ein Platz für den dritten.

00:13:55: also man hat da quasi so eine Außen-WG wo man Leute halt einziehen lässt wo man sich denkt okay die kommen nochmal so ein bisschen nochmal besser ein bisschen alleine klar und bei uns im Haus ist dann wirklich enge Begleitung und so ja genau da würde ich dann halt.

00:14:12: Ich könnte mir auch nicht so gut vorstellen, in einer WG mit verschiedensten Menschen zu lesen.

00:14:16: Da sehe ich immer die Schwierigkeiten bei den Leuten, dass ich sehr krass, ihr wohnt unter einem Dach ... In einer Etage mit random Menschen.

00:14:27: Das ist natürlich auch immer Ambivalent zwischen cool, dass ihr hier seid und wir euch begleiten dürfen.

00:14:33: Aber richtiger Wohnraum wie es euch wünschen würde, das ist manchmal auch nicht.

00:14:41: Schwierig, schwierig.

00:14:42: Bist du das einzige Betel?

00:14:44: Ja, aber da muss ich auch sagen also klar manche Tage sind ein bisschen voller da wollen mehr Leute was machen und so.

00:14:51: aber an sich ist es glaube ich so vollkommen ausreichend dass ich da bin weil viele haben wirklich auch einfach so ihren Alltag die machen so ihr Ding die wollen meistens gar nicht so viel von einem sie sind super selbstständig laufen draußen rum machen dies machen das.

00:15:04: deswegen habe ich oft auch einfach meine Vier, fünf Leute, wo ich weiß, die brauchen mehr Begleitung oder auf die kann ich zukommen.

00:15:11: Die wollen was machen und so ... Das ist dann auch ganz übersichtlich.

00:15:15: Sehr persönlich.

00:15:17: Ja, auch.

00:15:18: Vor allem ich bin ja jetzt schon seit Oktober da.

00:15:22: Und das sind ja jetzt auch schon sieben Monate oder so.

00:15:25: Da

00:15:25: steht auch eine Vertrauen.

00:15:26: Es steht Vertrauen und irgendwie auch eine Beziehung.

00:15:29: Man kennt die Leute einfach normal und weiß halt einfach ... wie die Ticken und was sie brauchen.

00:15:37: Das ist ganz cool!

00:15:38: Ja,

00:15:39: okay ich glaube wer deine Arbeit kennt schon ein bisschen was?

00:15:41: Du musst das Ganze ein bisschen aufzulockern.

00:15:43: mitten drinnen wollen wir jetzt auch noch ein bisschen über dich Antonia erfahren.

00:15:47: Deswegen machen es immer so.

00:15:48: wir haben fünf schnelle Fragen.

00:15:51: Es ist entweder oder ja du kannst einfach kürzlich darauf antworten Und ich glaube danach können wir dich ein bisschen besser einschätzen.

00:15:57: Okay, okay

00:15:58: Bist du bereit?

00:15:59: Ja ich bin bereit.

00:16:00: Die erste Frage ist second hand Oder neue Sachen schrauben?

00:16:03: Second Hand

00:16:05: Bist du eher kreativ oder sportlich?

00:16:09: Ähm, eher krativ würde ich sagen.

00:16:12: Ja.

00:16:13: Bist Du so der Typ zuhören oder eher selber quatschen?

00:16:16: Kommt sehr oft die Person an aber ich bin oft doch eher der Zuhörer würd'ich sagen.

00:16:22: Mhm.

00:16:23: Zu Tubermusik eher so Harry Styles oder The Beatles?

00:16:32: So bietet's, glaub ich.

00:16:36: Ja doch!

00:16:38: Also eher so ältere

00:16:39: Musiker?

00:16:39: Eherso ja doch.

00:16:43: Wenn du dich mit Freunden triffst, machst das lieber zu zweit oder dann gleich viele und die ganze Freundesgruppe da?

00:16:49: Lieber zu zweid, doch.

00:16:51: Da kann man sich ein bisschen besser konzentrieren auf jemanden und dann geht keiner verloren.

00:16:56: Man hat mehr Zeit miteinander weil oft gibt es sehr viel Gesprächsstoff und dann ist es ein bisschen entspannter wenn man das einfach gerade zu zweite bei einem Kaffee macht.

00:17:04: Das ist eine gute Überleitung, da können wir direkt wieder so vielleicht ein bisschen auch jetzt in die Arbeit mit den Menschen selber gehen.

00:17:12: Ist es für dich leicht mit Menschen oder die ja sicher eine psychische Erkrankung haben, mit denen Zeit zu verbringen?

00:17:21: Ich glaube du musst dir auch so ein bisschen verstehen und dich in die Person hineinversetzen.

00:17:24: Fällt dir das leicht?

00:17:25: Doch, also ich bin an sich so eine ... würde ich jetzt so selbst einschätzen.

00:17:30: Auf einer Person kann ich schnell auf Leute eingehen oder gucken wie die so sind und so ein bisschen.

00:17:39: Deswegen an sich fällt mir das schon leicht.

00:17:42: aber es ist natürlich bei jeder Person individuelles.

00:17:46: muss man immer immer halt gucken und dann halt abschätzen Ja, kann ich das gerade mit der Person?

00:17:54: oder sollte es einfach sein lassen?

00:17:57: Weil's vielleicht mir auch grad nicht tut der Kontakt.

00:18:00: Aber oft ist es einfach so dass ich dann gerne zuhöre und auch wenn's mal irgendwie ein bisschen schwierig ist oder die Menschen nicht so gut drauf sind, dass sich dann trotzdem gerne mit den Rede- und offenen Sohoffen für die habe.

00:18:14: Muss man da vielleicht auch wirklich lernen, Menschen zu lesen in deinem Einsatzfeld?

00:18:19: Ja voll!

00:18:20: Doch... Ja, also dadurch dass man viele... Also bei uns ist ja so viele sind sein Ewigkeiten wohnen die bei uns.

00:18:29: Aber dann gibt es doch natürlich wieder Fälle wo jemand vielleicht doch nochmal auszieht oder jemand verstirbt oder so.

00:18:34: und dann kommt ja wer neues dazu.

00:18:35: Und das sind immer neue Personen die du als erstes erstmal kennenlernen musst.

00:18:40: und du hörst natürlich Das Ding ist gerade im psychiatrischen Bereich Du hast halt immer diese Übergaben quasi kranken Akten oder so.

00:18:47: Und dann, bevor du den Menschen überhaupt kennenlernst hast du natürlich erst mal die Diagnose oder sowas vor dir und dann ist natürlich erstmal alles ein bisschen darauf fokussiert okay welche Krankheit hat der Mensch was ist die Vorgeschichte Biografie und so?

00:19:02: Dann bist du zwar so ein bisschen voreingestellt aber ich versuche dann immer einfach auf dem Mensch zuzugehen mit dem irgendwas anzu irgendwas zu quatschen und dann lernst du die ja voll schnell kennen.

00:19:14: Du musst natürlich immer auch so ein bisschen gucken, wie gehst du daran?

00:19:21: Was sind so Themen die dir interessieren könnten.

00:19:24: Dann guckst du okay das ist doch nicht so interessant für den da kann er nicht so viel zu sagen und irgendwo findest du dann auf einmal so ein Thema und dann fangen sie an zu strahlen und sind so ja lass uns über reden und dann lasse ich mir auch viel immer von denen erklären so über deren Interessen und so.

00:19:38: und das ist dann immer voll schön und voll wichtig dass man dadurch so richtig gut und schnell irgendwie Ja, so eine Verbindung findet.

00:19:46: und das ist halt wie gesagt auch bei allen Toter unterschiedlich.

00:19:48: Bei manchen hatte ich direkt von Anfang an als ich angefangen bin mit Betia Superbindungen, super viele Themen, super viel zu bequatschen, superviel gemacht.

00:19:55: Und beim Manchen habe ich jetzt seit nach sie Monaten hab' ich vorher sogar die gar nicht so richtig oder hatten die mich gar nicht auf dem Schirm.

00:20:01: Aber dann hat man doch mal irgendwie zusammen was gemacht und auf einmal hat man noch irgendwie gemeinsame Gesprächsthemen und so und macht dann doch mal hier und da mehr.

00:20:12: Also man muss ja glaube ich auch immer noch so eine gewisse Neutralität waren in dem Bereich, dass man sich vielleicht nicht zu sehr darauf einlässt das man nicht zu viel mit nach Hause nimmt.

00:20:21: In der Geschichte weil es wahrscheinlich auch schwierige Hintergründe manchmal sind.

00:20:25: Wie fern würdest du sagen wie angemessen ist?

00:20:27: Was angemessene ist es damit zu schwingen?

00:20:29: wo ist bei dir so ne Grenze wo du sagst okay da hört's bei mir auf da muss ich mich vielleicht auch ein bisschen zurückziehen.

00:20:36: also Ich habe gemerkt, ich kann mich ziemlich gut abgrenzen.

00:20:40: Was auch wichtig ist so einfach und vor allem wenn manche nicht einen guten Tag haben und mich dann sehr an ihre schlechte Laune mit reinziehen.

00:20:50: Das bin ich eigentlich sehr gut darin zu sagen das hat nichts mit mir zu tun.

00:20:55: Das interessiert mich nicht.

00:20:57: und wenn ich nach Hause komme denke ich eigentlich auch nicht wirklich über die... So arbeiten das, so klar.

00:21:02: Ich bin manchmal müde oder davon aber an sich denke ich nicht mehr viel über die Menschen nach.

00:21:11: Weiß nicht ist einfach zum Glück irgendwie auch.

00:21:14: Aber andererseits hast du trotzdem natürlich Geschichten wo du dir denkst wow!

00:21:20: Die Person hat es echt nicht leicht und so.

00:21:26: Da kann ich mich eigentlich ziemlich gut von abgrenzen.

00:21:31: eigentlich auch alles soweit so gesprächsmäßig zu.

00:21:35: Nur natürlich, wenn ich merke irgendwie da ist so viel irgendwie grad Wut in der Luft oder die Person möchte gerade gar nicht mit mir reden dann ist es auch manchmal so Wenn ich im Büro bin dass sie dann einfach die Tür zu machen und zulassen sondern einfach gerade keinen Kontakt dann zu gewissen Personen pflege weil ich merken das ist einfach an dem Moment nicht angemessen Und nicht hilfreich.

00:21:58: Wie ist es?

00:21:59: Also ich glaube viele gerade bei so einer Schizophrenie, das ist ja auch eine extreme Situation.

00:22:05: Eine Grenzsituation die die Person da durchlebt.

00:22:09: wie ist es für dich dann irgendwie damit umzugehen?

00:22:15: Ja eigentlich ist okay.

00:22:20: ich weiß halt so dass das Dinges bei Schizophrenien die Menschen haben oft so ähnliche Themen die ganze Zeit im Kopf mit in die Umsehkreisen ähnliche quasi Gedankenzüge, die halt einfach sehr realitätsfern sind.

00:22:35: Aber die immer beschäftigen und so.

00:22:37: Und dadurch dass ich die Menschen eben kenne weiß sich auch was grad bei denen vorgeht woran nicht das schon wieder denken worin die Kreisen, wie ich gerade wahrscheinlich in deren Realität eingebaut bin.

00:22:49: Und ob ich jetzt grad jemanden mit dem quasi gerne in einem Raum sind oder ob ich mich lieber zurückziehen sollte und so... Das ist einfach immer wirklich was, wo man das ein bisschen abschätzen muss.

00:23:02: An sich ist es aber eigentlich ganz entspannt weil ich sage mal so viele von denen nehmen ja auch eine gute Portion an Medikamenten, sodass die zum Glück auch oft schon quasi gar nicht mehr so doll mit ihrer Erkrankung strengeln.

00:23:19: Und zum Glück vielmehr quasi in der echten Realität leben und dementsprechend ist es eigentlich normal und angenehm, mit denen zu reden und zu arbeiten.

00:23:35: Also hast du gar nicht so oft das Gefühl, dass du jetzt krass Grenzen setzen musst?

00:23:39: Oder gibt es schon so Momente wo du sagst okay Das ist jetzt gerade ein bisschen krass

00:23:45: Ja aber selten selten also oft ist es wirklich so Dass ich einfach manchmal so nicke und läche und sage ja genau genau So dann die Reden irgendwas bin ich so mm-hmm.

00:23:59: Okay Ja so weil manchal einfach die in ihrem erleben lassen so Weil.

00:24:06: oft ist es nicht werbalag aggressiv oder mir gegenüber schädlich, sondern die erzählen mir irgendwas.

00:24:11: Es ist natürlich kompletter Realitätsfernissrede in dem Sinne.

00:24:17: Aber ich bin ja nicht in der Position ... Oder es ergibt keinen Sinn, dass ich da jetzt irgendwie gegen rede und so.

00:24:25: Oft muss man mal sagen, okay, so ist das vielleicht nicht wie du denkst?

00:24:29: Guck mal!

00:24:29: So könnte's auch sein.

00:24:30: Also ein bisschen wieder in die Realität zurückholen.

00:24:33: haben das unnormal und entspannt.

00:24:38: Ich hab es eigentlich selten, dass jemand irgendwie so in seiner eigenen Realität schwingt, dass es wirklich zu einer wütenden Situation kommt, wo ich mich dann richtig abschotten muss.

00:24:50: Es kommt kaum vor!

00:24:52: Ja... Es wird aber sicherlich auch total schöne Momente geben, du hast eben schon erzählt, wenn die Leute dann...

00:24:58: Hauptsächlich!

00:25:01: in deinen letzten sieben Monaten irgendwelche Momente, wo du sagst die fallen dir jetzt sofort ein wenn du an einen schönen Moment denkst irgendwelchen coolen Beispiele irgendwie an den Toten.

00:25:09: Also ganz viele natürlich so an sich.

00:25:12: aber ich habe halt eine Klientin im Haus die ist einfach... So einer liebe Frau und die eine Teilung, die ist irgendwie für mich auch manchmal so ein bisschen wie so ne Oma für mich.

00:25:25: Wenn ihr redet dann freu ich mich einfach mal weil sie redet so'n bisschen fantasievoll und du musst ja richtig zuhören wenn du ... Weil die redet quasi so einen Satz wenn ich dir was erklär das könnte ja ein Satz sein.

00:25:38: aber bei ihr sind es dann so fünf Sätze wo du so richtig zuhören musst und das nicht verarbeiten musst.

00:25:44: Das macht so viel Spaß irgendwie, und die freut sich einfach immer.

00:25:46: Ich komme dann immer bei ihr rein und frage, ob es irgendetwas braucht was zu essen oder zu trinken weil sie jetzt auch im Rollstuhl und kann sich nicht so viel fortbewegen.

00:25:56: dann manchmal sagt sie so, ja setz dich doch und dann setze ich mir einfach zu ihr.

00:26:00: Und das sind immer super schöne Momente.

00:26:03: Wenn einem auch rückgemeldet wird wie toll es ist, dass man da ist und mit denen Zeit verbringen kann und quasi ... Dass sich den zuhören kann, ist das einfach so ... Super schön!

00:26:17: Ja... Es sind wirklich immer diese kleinen Wälder, wo man so ein Lächeln sieht von jemandem dass ich gerade da bin und grad was mit dem mache oder einfach ein Witz und so, die dann lachen.

00:26:29: Das ist einfach so voll cool.

00:26:31: Gibt total

00:26:32: viel.

00:26:32: Aber ich glaub' ich erinnert man da vielleicht auch so bisschen in seiner Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen?

00:26:38: Vielleicht das so ein bisschen zu seiner Haltung zur Mensch sein, zur Menschlichkeit?

00:26:41: So lernt man doch vielleicht auch etwas dazu.

00:26:43: wie würdest du das sagen?

00:26:45: Ja voll auf jeden Fall!

00:26:46: Also es ist erstmal, dass viele Vorurteile einem genommen werden an sich.

00:26:52: Man is natürlich... jeden Tag, wo man da ist dankbar dass man für das Leben was man einfach führt so und sieht aber auch natürlich die Freude und Dankbarkeit die in ihrem leben haben.

00:27:07: Und ja es dann einfach Super happy so an sich.

00:27:16: Glaub

00:27:16: ich, glaub ich!

00:27:17: Du hast gerade das Thema Vorurteile angesprochen.

00:27:20: Ich glaube dass es in der Gesellschaft auch schon so ist, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen vor allem historisch aber glaube ich immer noch viel zu viel stigmatisiert werden.

00:27:28: kriegst du das mit und gibt es da vielleicht auch irgendwie durch deine Arbeit irgendwie Hürden die du abbauen konntest?

00:27:34: Und genau hat das deinen Umgang damit geändert?

00:27:40: Also erstmal das halt natürlich nicht alle gleich erkrankt sind, nicht alle

00:27:47: ...

00:27:49: Also es ist einfach so.

00:27:51: Nicht alles ist eine Masse.

00:27:53: Nicht alle sind psychisch erkranked und bleiben für immer in diesem Haus und werden komplett von der Gesellschaft abgeschottet.

00:27:59: Sondern bei uns ist ja die Aufgabe eben, dass sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert wird.

00:28:03: Das funktioniert beim Manchen natürlich mehr, bei manchen weniger.

00:28:06: Manchmal merkt man halt gar nicht an, dass Sie irgendwie ne Vorerkrankung haben.

00:28:12: Einfach noch mal so ein wichtiger Klick.

00:28:15: Jeder, jedem könnte ich da auf der Straße begegnen und ich würde gar nicht merken dass sie bei uns wohnen oder so.

00:28:21: Und bei vielen natürlich dann doch so ein bisschen mehr das man dann merkt okay Da ist Selbstständigkeit einfach noch ein riesengroßes Thema oder würde für mein Riesengroßes-Thema sein und da wird vielleicht nicht mehr so erreicht, dass die normal arbeiten gehen.

00:28:36: Das ist dann vielleicht nicht im möglichen Bereich.

00:28:41: Aber das es da voll viele unterschiedliche Menschen gibt.

00:28:46: Dass Menschen einfach Menschen sind und sich mit denen umgehen wie sonst jedem auch.

00:28:54: Und ihr seid ja auch eine Wiedereingliederung, glaube ich.

00:28:56: Also es geht ja auch darum Menschen wieder zurückzubegleiten in ein normales, anfangs reichen Leben.

00:29:04: Wie ist das wenn man Leute entlässt?

00:29:07: Vermisst man die?

00:29:08: Freut man sich?

00:29:09: wie ist die Emotion, die du da verspürst?

00:29:12: Ich war noch nicht so viel bei Entlassungen in dem Sinne dabei.

00:29:16: Wir hatten vielleicht ein paar Auszüge, aber auch war es dann so dass sie dann eher vielleicht nochmal eine andere Einrichtung gezogen sind und das ist alles noch sehr zentral irgendwie sehr nah dran an Bete an dem Ort und so.

00:29:29: Aber man wünscht sich natürlich immer für die Menschen, dass sie einen Ort wieder finden wo sie vielleicht noch mehr... Gemütlichkeit und Heilung erfahren.

00:29:40: Und wo sie quasi noch besser ihr Leben leben können, aber der größte Wunsch ist natürlich eben dass sie quasi aus Peter rauskommt in dem Sinne.

00:29:52: Ja auch wenn es so schön ist.

00:29:53: Und natürlich irgendwie eigene Wohnungen oder Selbstständigkeit ja richtig auf dem Arbeitsmarkt sind und so.

00:30:00: das sind natürlich die größten Ziele und ich würde sagen viele bei uns haben wirklich Potenzial quasi dazu.

00:30:08: Und bei vielen ist es einfach so, dass man weiß die werden für mal irgendwie diese Unterstützung brauchen.

00:30:13: aber man möchte das natürlich den trotzdem dementsprechend am schönsten und irgendwie auch am normalsten gestalten und so quasi den so gut wie möglich das Gefühl geben, dass sie eben nicht durch ihre quasi Krankheit ja dass sie nicht nur ihre Krankheit sind, sondern einfach Menschen.

00:30:37: Und so weit wie möglich auch das Leben führen was irgendwie jeder versucht zu fern.

00:30:43: Da sind es doch vielleicht die kleinen Prozesse die man so mitbekommt.

00:30:47: Die Motivation für den nächsten Arbeitstag eben.

00:30:52: Was sind Zurückmeldungen aus deinem Umfeld auf deine Arbeit?

00:30:57: Die finden das immer, also wenn ich das will mal zählen.

00:31:00: Dann sind die erst mal so, oh, verkuhl!

00:31:02: Und ist das nicht voll?

00:31:04: Das ist bestimmt schwierig und anstrengend und so.

00:31:08: Ich denke mir immer so... Ja es gibt Situationen, die sind sicherlich Herausforderungen anstrendend aber an sich ist es einfach jeden Tag super spannend weil nicht jeder Tag ist gleich und ich freue mich auch eigentlich immer voll zur Arbeit zu kommen gerade in meiner Rolle einfach im Grunde alles machen zu

00:31:29: können,

00:31:30: wenn wer Bock darauf hat.

00:31:32: Und ja das melde ich eigentlich auch immer dann so den Leuten zurück und finde es dann auch schön irgendwie Menschen davon zu erzählen und vielleicht auch bei denen ein bisschen Strukturen im Kopf zu lösen, Vorurteile zu löse quasi auch zu sagen ist nicht immer alles so schlimm und so dramatisch sondern meistens ganz entspannt normal macht einfach Spaß.

00:31:55: Wir haben ja einen richtigen Experte für das Thema hier sitzen, weil du hast nicht nur im Haus Leontes jetzt, machst nicht nur dein Beteljahr sondern du hast auch eine Schnupper-Praktikung gemacht in Geriat vier.

00:32:05: Auch da hast du wahrscheinlich mit Leuten mit psychischen Erkrankungen gearbeitet.

00:32:10: Das ist der Spezialgebiet.

00:32:12: Was für Erfahrungen hast du da gemacht?

00:32:13: Was für Parallelen kannst du vielleicht ziehen?

00:32:15: Genau, also es war ja eben eine Woche von meinem Stofferpräktium.

00:32:18: Also nach Blitzbierteljahr kann man diese zwei Wochen Stoffepraktion machen und ich hab mich dafür entschieden das zu splitten.

00:32:24: Eins steht noch an und das andere habe ich in Gilead IV gemacht und da war ich auf der A-Fünf.

00:32:30: Das ist ne Station für auch Menschen mit Schizophrenie und Depressionen

00:32:37: usw.,

00:32:37: also dass es ziemlich ähnlich quasi Krankheit ... Bildtechnisch zu dem Klientel, was bei uns eben wohnt.

00:32:45: Nur dass der Klinikbereich natürlich darauf aus ist in Krisenzeiten zu helfen und eben Leute in dem Sinne so schnell wie möglich wieder aus der Klinge rauszubekommen und die Medikamentöse einzustellen... die richtigen Medikamente bekommen, sodass es dem besser geht und auch sehr großer Fokus auf Therapie.

00:33:12: Also ich als Hospitantin fünf Tage da habe halt sehr viel einfach beobachtet und zugenguckt... Genau das war einerseits irgendwie ungewohnt weil man ist eigentlich so gewohnt dass man die Leute kennt und was mit ihnen macht und immer irgendwas irgendwie durch eine Aufgabe sucht.

00:33:28: aber es war super spannend zu sehen wie die Leute vor Ort einfach arbeiten.

00:33:34: gerade so diese Station, wo ich war.

00:33:36: War dieser pflegere Teil was man sich unter Klinik oder Krankenhaus vorstellt gar nicht in dem Sinne körperlich der Fokus sondern es war sehr viel seelische Arbeit.

00:33:45: deswegen hat das mich auch sehr an uns erinnert weil wir auch natürlich sehr viel einfach dazu da sind mit den Menschen zu reden und denen seelisch irgendwie beizustehen und ja mit denen irgendwie auf der Ebene zu arbeiten.

00:33:59: Und dass war eben ein Gleand IV auch so dass es sehr viel darum ging nach den Leuten zu schauen, wie geht's denen?

00:34:06: Den wirklich mal richtig zuzuhören.

00:34:08: Auch einfach mal draußen quasi mit denen zu sitzen wären die eine rauchen oder die zum Kiosk zu begleiten oder rauszugehen spazieren und beim Mittagessen dabei zu sein und so.

00:34:20: und dann den halt... diese ganzen Therapieangebote, die vor allem in Gilead Fjahr im Fokus stehen.

00:34:27: So vorzustellen und zu gucken was könnte dir Spaß machen?

00:34:30: Also da ist ja wirklich alles dabei von sportlichen Aktivitäten bis Basteln bis Quatschen in Gruppen und so.

00:34:37: Und das fand ich echt cool und spannend zu sehen und einfach auch diese Bandbreite an Möglichkeiten quasi, die sie zu bieten haben.

00:34:51: Es ist eben auch ein unfassbar breiter Bereich, der die psychiatrische Arbeit hier in Bittel abdeckt von Wiedereingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

00:35:02: Die Richtung über Kinder- und Jugendpsychiatrie, die ja auch im Mittel ist dann irgendwie Menschen mit erworbenen Hierentschädigungen, wenn man ja auch nicht psychisch mit rein spielt.

00:35:12: Also super

00:35:12: weiterbereich.

00:35:13: Und gerade in Gilead IV.

00:35:14: also ich war auf einer Station aber ich wurde noch einmal durchs Haus geführt.

00:35:17: da ist ja wirklich alles mögliche von Drogen und dies und das Recovery.

00:35:24: Und überhaupt verschiedenste Krankheitsbedarf sind halt so in Stationen unterteilt, aber ... Ja, ich fand es auch super spannend, warum ich mich auch dazu entschieden habe ist einfach weil viele von unseren Klienten hatten schon mal Klinik auf dem Teilt oder kommen gerade aus der Klinique oder so.

00:35:40: Wir sind quasi der nächste Schritt sozusagen wieder... raus ausbiete.

00:35:45: Also es ist so Klinik und dann kommen viele auch einfach zu uns in die Einglitterungshilfe, und dann geht's erst mal darum quasi so Belastungsversuche zu machen.

00:35:54: was können die Menschen schon wieder eigenständig?

00:35:57: weil das ist ja auch klar wenn du viel Zeit in der klinik verbringst Das ist dann hast du nicht mehr so dieses training für einen normalen alltag und du weißt vielleicht nicht mehr genau wie Dinge, wie du sie früher gemacht hast oder so.

00:36:11: Und dann ist es voll wichtig dass du erstmal diese Begleitung hast und die findest du halt auch hoffen wir immer bei uns.

00:36:20: eben wenn man bei uns dann wohnt ja

00:36:22: Super.

00:36:23: Toll, dass es euch gibt auf jeden Fall.

00:36:25: Nimmst du irgendwas mit aus dem Bild her, wo du sagst ... Ich kann mir das weiter vorstellen auch vielleicht beruflich irgendwann?

00:36:32: Tatsächlich fange ich sogar ab August eine Ausbildung hier in Beetel an.

00:36:36: Aha!

00:36:37: Du hast erhaltend.

00:36:38: Ja, ich bleibe noch erst mal drei Jahre hier als High-Lerziehungsjägerin.

00:36:44: Also der Beruf war viele von meinen Kollegen und Kolleginnen eben gelernt haben Also als Highlight-Jungspflegerin kannst du dann eben in allen möglichen Einrichtungen und Eingliederungssilfen, Menschen mit Behinderung, mit psychischer Erkrankung.

00:37:00: Also alles in dem Bereich.

00:37:01: So kannst du eben arbeiten.

00:37:03: Das ist halt auch sehr so ein breiter Bereich.

00:37:06: deswegen fand ich das auch super interessant!

00:37:07: Und ich habe einfach während des Betaeas gemerkt, dass kann ich mir voll gut vorstellen erstmal das zu machen weil ich mich einfach super mit der Arbeit die ich eigentlich quasi auch jetzt schon tagtäglich mache, super identifizieren kann und mir das einfach so voll viel... Spaß auch einfach bereitet.

00:37:26: und ich wusste ja wie gesagt vorher noch so gar nicht, wo richtig was hingeht.

00:37:29: Ich wusste immer so okay sozialer Bereich irgendwie so arbeiten mit Menschen, Psyche finde ich als ganz spannende Themen.

00:37:36: aber ich hatte gar keinen Bild davon welche Berufsgruppen gibt es überhaupt?

00:37:40: Und da hat eben das BTA auch voll geholfen erst mal zu zeigen ok dass und das kann man überhaupt alles erlernen und das kannst du werden und dann kannst du darunter arbeiten und es ist dann so voll.

00:37:53: Ich wurde voll aufgeklärt zu einfach, was gibt es überhaupt für Berufsgruppen?

00:37:57: Und gerade eben der Beruf der Highlight-Jungspflege war dann irgendwie so voll.

00:38:05: Oha, das bist ja so voll du.

00:38:06: Ich freu mich schon.

00:38:08: Ja, mach ich das auf Wocos!

00:38:09: Genau.

00:38:09: Was hab ich

00:38:09: über voll glücklich, wenn ihr uns mitbekommt, dass immer Leute dabei bleiben?

00:38:13: Ja und ich bleib' tatsächlich auch erst mal noch weil da bei der Ausbildung ist es so, du bist anderthalb Jahre in dem Bereich oder eineinhalb Jahre an dem Bereich... ...und ich bleip' tatsächlich die ersten anderthalf Jahre dann auch im Haus wo ich jetzt grad bin.

00:38:23: Und

00:38:23: das ist auch so cool für die Kläre.

00:38:25: Das heißt, ich bin dann so über zwei Jahre quasi da gewesen, wenn alles quasi gelaufen ist.

00:38:33: Also ich freue mich da auch extrem drauf, aber es ist dann schon wahrscheinlich ein krasser Schritt einfach nicht mehr dazu sein wenn man so lange mit denen war und jeden Tag da war.

00:38:46: Ja, aber ich freu mich echt richtig doll drauf.

00:38:48: Und auch irgendwie ein bisschen auf Schule freue ich mich auch.

00:38:51: Voll

00:38:52: cool!

00:38:52: Das macht einem richtig glücklich wenn man so hört dass Leute da so aufgehen und ich glaube genau dafür soll das BDR ja auch da sein, dass man eben eine Perspektive findet die irgendwie aufzeigt, dass es Spaß macht.

00:39:05: Super, dass du da warst.

00:39:06: hast du vielleicht noch irgendwas wo du sagst?

00:39:07: Das habe ich jetzt vergessen dich zu fragen.

00:39:09: Irgendwie irgendein Aspekt der Arbeit wo du sagtest Das muss ich unbedingt noch erzählen, damit sich nächstes Jahr auch wieder jemand auf die Stelle

00:39:16: bewirbt.

00:39:20: Ich glaube du hast uns einen super Einblick gegeben auf das was halt eben deiner Einsatzstelle besonders macht, was vielleicht auch die Arbeit mit psychisch kranken Leuten im Betel besonders macht.

00:39:31: Danke dafür und wenn ihr jetzt Fragen zu dem Bereich habt aber auch zu anderen Bereichen in Betel oder vielleicht auch zum Podcast dann stellt die gerne in die Kommentare.

00:39:41: schreibt DMs Genau.

00:39:44: Danke dir, Tonia, dass du dabei warst!

00:39:45: Sehr gerne und sehr schön.

00:39:47: Das war jetzt ist deine Zeit der Beteljahr Podcast Alles über dein freiwilliges Jahr zur Orientierung zwischen Schule

00:39:56: und Beruf.

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